Eine Eule am Olympiahimmel?

Fritz Bruchlos hat es geschafft… er erhielt die Einladung für die DHB Zentralsichtung Anfang November in Ludwigsburg. Dort treffen sich die besten Hockeyspieler Deutschland des Jahrgangs MU16 – und eine Eule ist dabei.

Letztes Jahr sorgte eine Verletzung und die Zurückhaltung dazu, dass Fritz in der Landessichtung Mitte und beim Herbstpokal nicht 100 % zeigen konnte. Dieses Jahr ganz anders: die Landessichtung wurde von Fritz genutzt, um auf den Zetteln aller Trainer/innen zu landen, im Herbstpokal schoss er sogar zwei Tore.

Bemerkenswert der Weg von Fritz nach Ludwigsburg. Wo andere Spieler den Wechsel nach Berlin in Angriff nahmen, um die Zentralsichtung zu erreichen, blieb Fritz seinen Wurzeln treu und zeigte als Leistungsträger von U10 bis U16 sein können in hellblau.

Mandy und Manfred (ehemals MU12) sagen zu ihm: „Ich habe Fritz im U10-Bereich schon trainiert und war von seiner schnellen Auffassungsgabe und Umsetzung begeistert. Mir war relativ schnell klar, dass wir seit langen mal wieder ein Talent in unseren Reihen haben. Trotz seines jungen Alters hat er schon in der höheren Altersklasse mittrainiert und auch hier Überragendes gezeigt. Auch wen er allen überlegen war, hat Fritz die schwächeren Spieler eingesetzt und mit ihnen gespielt. In der U12 haben wir weiter an Fritz seinen Hockey-Skills gearbeitet und schon bei Zeiten die einzelnen Techniken beigebracht. Auch hier zeigte Fritz, dass er zum Führungsspieler geeignet ist. Ebenso in dieser Altersklasse hat er die schwächeren Spieler mitgenommen und mit ihnen versucht, das Beste raus zu holen. Was uns mit der Teilnahme am OHV-Pokal gelang. Auch das Training in der Sachsenauswahl hat Fritz und der Mannschaft einiges gebracht. In der Auswahl konnte Fritz sich mit den Besten der einzelnen Mannschaften messen und dies mit ins Vereinstraining bringen.“

Manuel (Trainer MU14 und MU16) meint: „Fritz ist ein absolutes Ausnahmetalent. Seine intrinsische Motivation, jede Woche der Beste in allen Trainingseinheiten zu sein, ist bemerkenswert. Der verdiente Lohn – Auswahlspieler, mitteldeutscher Meister und nun ein Schritt kurz vor der Nationalmannschaft. Er verkörpert, wie wichtig Athletik, Technik und Wille ist, um erfolgreich zu sein. Ich hoffe sehr, dass er ein Vorbild aller Nachwuchskinder ist. Er ist der Zielspieler in der Mannschaft – alle Jungs sind mega stolz auf Fritz.“

Wir wünschen Fritz alles Gute für die Zentralsichtung. Wer weiß, vielleicht sehen wir ihn eines Tages mit dem Adler auf der Brust im Fernsehen.

Der HCLG trauert erneut

Was man tief in der Erinnerung, im gemeinsamen Erleben besitzt, kann man durch den Tod nicht  verlieren.

Ebenfalls völlig unerwartet und mit großer Trauer mussten wir die Nachricht vom Tod unseres Hockeyfreundes

      Jürgen Witt

* 09.10.1952       + 06.10.2025

zur Kenntnis nehmen.

Jürgen kam in den 70er Jahren von der erfolgreichen Hockeyabteilung der BSG Motor Stralsund zu uns.

In unserer Herrenmannschaft war er über lange Zeit ein  verlässlicher Spieler in der Verteidigung und trug wesentlich zu hervorragenden Platzierungen in der Halle und auf dem Feld, vor allem aber zum Gewinn der DDR-Meiserschaft im Spieljahr 1986/87 bei.

Auch mit Dir hätten wir gern noch viele Jahre verbracht, auf dem Hockeyfeld mit der Seniorenmannschaft – wie erst vor ganz kurzer Zeit, als wir gegen die deutsche Ü70 spielten und auch neben dem Platz.

In unendlicher Trauer

das Präsidium und die Mitglieder des HCLG

🏑 In zwei Spielen 16 Gegentore – vielleicht müssen wir endlich mal was an der Einstellung ändern

Nach dem letzten Spiel hatten wir uns fest vorgenommen, ein anderes Gesicht zu zeigen: kompakter zu stehen, als Team aufzutreten und mit mehr Leidenschaft sowie Präsenz auf dem Platz zu agieren. Gegen den OHC gelang uns das jedoch nur phasenweise. Am Ende stand ein deutliches 6:0 auf der Anzeigetafel – vielleicht etwas zu hoch, aber in der Summe doch ein realistisches Abbild des Spielverlaufs.

Viel Einsatz, wenig Ertrag

Dabei waren die ersten beiden Viertel durchaus ordentlich. Wir setzten den Gegner immer wieder unter Druck und zwangen ihn phasenweise tief in die eigene Hälfte. Doch im Schusskreis fehlte uns die letzte Konsequenz – der präzise Pass, das schnelle Abspiel oder einfach der entschlossene Abschluss aufs Tor. Unsere Chancenverwertung? Leider gleich null.

Auch die fehlende Kommunikation auf dem Platz machte uns das Leben schwer. Ohne klare Ansagen fehlte Struktur und Tempo in unserem Spiel. Wir schalteten zu langsam um, boten uns zu selten an und machten unseren Spielaufbau damit zu leicht ausrechenbar. So kam OHC immer wieder gefährlich über Konter ins Spiel.

Defensiv hatten wir durchaus starke Phasen. In wichtigen Momenten stand die Abwehr kompakt und konnte einige gute Aktionen des Gegners entschärfen. Doch sobald wir unaufmerksam wurden, war der Ball drin. Viele Gegentore entstanden schlicht durch fehlende Wachsamkeit – durch dieses eine entscheidende „Stehenbleiben“ im falschen Moment.

Ein Lichtblick: Unsere Defensiv-Ecken funktionierten ordentlich. Die Abläufe passten, die Abstimmung stimmte – und Lena K. zeigte vollen Einsatz, inklusive schmerzhaftem Oberschenkeltreffer beim Blocken eines Schusses. Sie wurde somit zurecht Woman of the match

Teamgeist statt Einzelaktionen

Eines wurde wieder deutlich: Wenn jeder versucht, allein etwas zu erzwingen, verlieren wir den Faden. Ohne klare Absprachen und gemeinsames Handeln funktioniert auch das beste System nicht.

Wir müssen wieder anfangen, miteinander zu spielen – nicht nur nebeneinander.

Fazit und Ausblick

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Mit der aktuellen Trainingsbeteiligung können wir keine Wunder erwarten. Diese fehlende Kontinuität sieht man dann auch auf dem Platz.

Deshalb heißt es jetzt: Einstellung ändern. Nicht nur im Spiel, sondern schon im Training – in der Vorbereitung, im Miteinander, in der Kommunikation.

Lasst uns die kommende Woche nutzen, um uns als Team neu zu fokussieren. Kein „halbherziges 100 %“, sondern volle 130 % Einsatz, Leidenschaft und Zusammenhalt. Dann können wir beim nächsten Spiel zeigen, dass wir aus solchen Niederlagen lernen – und gemeinsam stärker zurückkommen.

Theresa & Cindy

trauriger, regnerische Sonntag in Jena

Am Sonntag stand unser drittes Saisonspiel an, diesmal auswärts bei den Damen aus Jena. Mit nur einer Auswechselspielerin war schon vor dem Anpfiff klar, dass das kein leichter Tag werden würde.
Trotzdem starteten wir motiviert ins Spiel und versuchten, an unsere kämpferische Leistung der letzten Woche anzuknüpfen. Die Gastgeberinnen aus Jena zeigten von Beginn an ihre spielerische Klasse und setzten uns früh unter Druck.

Wir verteidigten engagiert, warfen uns in jeden Ball und hielten in den ersten Minuten gut dagegen. Doch mit zunehmender Spielzeit machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Jena nutzte ihre Chancen konsequent und ging bis zur Halbzeit bereits deutlich mit 5:0 in Führung.
Auch in der zweiten Hälfte ließen wir die Köpfe nicht hängen. Trotz müder Beine und schwindender Kräfte kämpften wir weiter, motivierten uns gegenseitig und versuchten, so gut es ging, Akzente nach vorn zu setzen.

Am Ende mussten wir uns mit 10:0 geschlagen
geben. Ein Ergebnis, das vielleicht deutlich klingt, aber nicht unsere Einstellung und unseren Einsatz widerspiegelt.

Ein besonderes Lob geht an Fine, die trotz Dauerbeschuss großartig hielt und mit vielen Abwehrreaktionen Schlimmeres verhinderte, besonders den gehaltenen Siebenmeter – und damit verdient Woman of the match geworden ist.

Ebenso an das gesamte Team, das bis zur letzten Minute zusammenstand und nicht aufgab.

Jetzt heißt es: Kopf hoch, regenerieren und nach vorn schauen. Nächsten Samstag wollen wir gegen Osternienburg wieder zeigen, was in uns steckt!

Jule & Johanna

Stadtmeisterschaft 2025

Wie bereits berichtet, fand in diesem Jahr die zweite Auflage der Stadtmeisterschaft Leipzig im Elternhockey statt. Federführend durch die Grünauer Hockeyeulen kämpften Leipzig Elternhockeyteams um den Titel. Dabei waren, wie im letzten Jahr, die Völkischlenzer (ATV), die Tresenwalder (Tresenwalder HC) und natürlich die Grünauer Hockeyeulen (HCLG).

Im neuen Gewand ging es für unsere Eulen nach den Sommerferien in die Rückrunde. Das erste Spiel bestritten wir gegen die Tresenwalder. Schon nach kurzer Zeit konnten wir in Führung gehen und diese auch ausbauen. Die Gäste kamen in der zweiten Halbzeit nochmal bedrohlich nah ran, aber der knappe Sieg blieb in Grünau.

Im zweiten Spiel standen uns die Völkischlenzer gegenüber. Hier brauchte es einen deutlichen Weckruf in der Halbzeit, damit unsere Eulen wieder richtig Wind unter die Flügel bekamen. Aber dann lief es!

Unsere Eulen gingen als klarer Favorit ins Finale, denn sie waren ungeschlagen. Beim Finale treffen sich alle drei Leipziger Mannschaften noch einmal gemeinsam und spielen jeder gegen jeden. Es gab drei sehr spannende Spiel zu sehen mit wenig Toren. Unsere Eulen blieben aber weiterhin ungeschlagen. Damit ging der Sieg in diesem Jahr an die Grünauer Hockeyeulen. Übrigens der Titelverteidiger aus dem letzten Jahr ;). Über Silber freuten sich die Tresenwalder und Bronze ging an die Völkischlenzer.

Bei einem gemütlichen Zusammensein aller Teilnehmer ließ man die diesjährige Stadtmeisterschaft gemütlich ausklingen und ist sich einig: „Im nächsten Jahr geht es weiter!“

September Rückblick der Grünauer Hockeyeulen

Der September war von vielen Ereignissen für unsere Grünauer Hockeyeulen geprägt. Neben der Stadtmeisterschaft war unser Elternhockeyteam auch auf zwei Turnieren vertreten gewesen.

Gleich Anfang September fuhren unsere Eulen nach Freiberg. Bei tollstem Sonnenschein wurde in der Bergstadt in zwei Gruppen gespielt. Unsere Eulen starten gut mit einem Unentschieden gegen die Gastgeber ins Turnier. Im zweiten Spiel gegen Erfurt reichte ein Tor zum Sieg. Die Spiele gegen Pillnitz und Meerane verloren unsere Eulen knapp.

Für die weiteren Platzierungsspiele musste lang gerechnet werden. Drei Mannschaften hatten die gleiche Anzahl an Punkten und Toren. Am Ende blieb für unsere Eulen nur das Spiel um Platz 7. Hier unterlag man der zweiten Mannschaft der Gastgeber ganz knapp vor Schluss.

 

Mitte September reiste eine kleine Auswahl Eulen traditionell nach Bautzen. Verstärkung gab es für uns von Pillnitz. Zunächst standen die Duelle auf dem Naturrasen an und anschließend im Bautzner Sand. Denn hier findet immer ein Duathlon statt – Hockey und Volleyball. Auf dem Rasen ungeschlagen, lief es im Sand etwas durchwachsener. Aber am Ende wird die Rechnung gemacht. Nach Auswertung aller Spiele flatterten unser Eulen sogar aufs Treppchen – Platz 3.

Der HCLG trauert

Mit Fassungslosigkeit und großer Trauer haben wir vom Tod unseres Hockeyfreundes

Ulrich Klett

*­ 12.02.1954             † 24.09.2025

erfahren, der völlig unerwartet und viel zu früh aus dem Leben gerissen worden ist. Wir trauern um ein Urgestein unseres HCLG, der über 60 Jahre Mitglied unseres Vereins war und Generationen von Hockeyeulen geprägt hat – als Trainer der 2. Herren und unserer Damen, als Motor und Antreiber für so viele Projekte auch abseits des Hockeyplatzes und einfach, weil er immer da war, wenn man ihn gebraucht hat.

Wir hätten gern noch Jahre mit Dir zusammen verbracht, gelacht und einfach nur Spaß gehabt! Jetzt stehen wir immer noch fassungslos da und versuchen zu begreifen, dass du nicht mehr da bist.

In unendlicher Trauer

Das Präsidium und die Mitglieder des HCLG

Fehlstart in die Oberliga-Saison

Am Sonntag stand für uns das erste Highlight an. Unser erstes Punktspiel der Saison und dann gleich auch noch gegen die Regionalliga erfahrenen Damen aus Chemnitz. Klingt nach einer nicht ganz so einfachen Aufgabe? War es auch nicht. Aber wir sind ja nicht zum Gucken hingefahren, obwohl der neue Kunstrasen ein echter Hingucker ist.

Von Anfang an war klar, Chemnitz wollte zeigen, warum sie bis zu letzt noch eine Liga höher gespielt haben. Aber wir? Wir haben mutig dagegengehalten! Wir waren bissig, haben jeden Zweikampf angenommen und konnten uns immer wieder gute Chancen erspielen. Die Gastgeberinnen waren sichtlich überrascht, dass wir als Aufsteigerinnen aus der Verbandsliga so frech aufgetreten sind. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff kam der erste Nackenschlag. Chemnitz bekommt eine Strafecke zugesprochen und kann diese im zweiten Anlauf auch verwandeln. Richtig ärgerlich, weil wir bis dahin echt stark im Spiel waren.

Nach dem Seitenwechsel haben wir nicht nachgelassen. Im Gegenteil, wir haben weiter Druck gemacht, den Ball gut laufen lassen und uns immer wieder nach vorne kombiniert. Dann aber ein kleiner Passfehler (wir nennen es ab jetzt einfach ungewolltes Überraschungsmoment) und zack, Chemnitz nutzte die Einladung eiskalt zum 2:0. Das war natürlich ein Rückschlag, aber Aufgeben kam für uns nicht infrage. Bis zum Abpfiff haben wir alles reingehauen, gekämpft wie verrückt und auch noch ein paar gute Aktionen nach vorne gehabt. Leider ohne Torerfolg.

Am Ende steht eine 2:0 Niederlage. Klar, ärgerlich, dass wir so in die Saison starten, aber wir haben gezeigt, dass wir auch in der Oberliga mithalten können. Wenn man den Worten unserer Trainer nach dem Spiel glauben möchte, macht das Mut für die kommenden Spiele. Oberliga, wir sind angekommen!

Women of the Match

Jule – nach der Arbeit ins Auto, direkt nach Chemnitz gebrettert und gespielt, als wäre sie frisch aus dem Trainingslager gekommen. Einsatz pur!
Katha – 1,5 Stunden im Stau, aber zur zweiten Halbzeit pünktlich auf dem Platz und dann so eine Leistung- Respekt! Das ist Leidenschaft, wie man sie nur selten sieht.

Ohne euch zwei wäre das Spiel nur halb so stark gewesen. Danke, dass ihr trotz aller Umstände dabei wart!

Liebe Anna, es tut uns leid, dass wir dir deinen Geburtstagswunsch nach einem Sieg nicht erfüllen konnten. Aber hey, wir haben alles gegeben und die Stimmung in Chemnitz ordentlich angeheizt. Nächstes Mal klappt es bestimmt.

Erstes Oberliga-Punktspiel verloren, ja. Aber stark gespielt, viel Moral gezeigt und bewiesen, dass wir bereit für diese Liga sind. Jetzt heißt es, aus den Fehlern lernen, weiter Gas geben und in den nächsten Spielen Punkte sammeln.