Es hätte schlimmer kommen können – viel schlimmer. Petrus ließ am vergangenen Sonntag jedoch Gnade walten und öffnete seine Schleusen erst zum Ende der Partie. Und die HCLG-Damen dankten es mit einem couragierten Spiel gegen die favorisierten Hallenmeisterinnen aus Chemnitz.
Trotz des Trainingsrückstands einiger Spielerinnen und des Fehlens von Kapitänin Anna und Torhüterin Fine fand das Team schnell ins System und konnte sich gut hinten heraus kombinieren. In der Sturmspitze gelangen leider nicht allzu viele Aktionen, was allerdings auch für die Gegnerinnen galt.
Beide Abwehrreihen standen sicher und die Partie fand vorrangig zwischen den Viertellinien statt. Eine frühe Chemnitzer Strafecke entschärfte Ersatzkeeperin Bea (aus der Elternhockeymannschaft) gekonnt. Dann aber sorgte ein abgefangener Pass im Spielaufbau für einen schnellen Gegenangriff der Gäste und das 0:1 zu Beginn des zweiten Viertels.
Bis zur Pause mussten noch einiger solcher klaren Gästechancen abgewehrt werden, aber das gelang der Defensivreihe um Cindy, Mandy, Susi und Lenchen mit großem Einsatz.
Die erste Hälfte hatte Selbstvertrauen bei den HCLG-Damen geweckt und die Trainer Jannik und Nick forderten nicht zu Unrecht mehr offensives Engagement. In der Folge konnte das Mittelfeld mit Lena und Jenny sowie Theri, Nicoli, Talli und Frau Tröllsch den Ball immer häufiger behaupten und sich nach vorne spielen.
Leider gelang es noch immer nicht, die Kugel erfolgreich im gegnerischen Schusskreis zu kontrollieren und leider fingen sich die Leipzigerinnen in dieser Druckphase auch noch das 0:2 im Anschluss an eine Strafecke ein.
Trotzdem blieben die Köpfe oben und die unermüdlich anlaufenden Sturmreihen mit Katha, Johanna, Jule und Lisa bekamen immer mehr Anspiele im Offensivviertel.
Kurz vor dem Ende der Partie und im inzwischen strömenden Regen konnte sich Jule schließlich auf der linken Kreisseite bis vor das Tor durchdribbeln und Frau Tröllsch staubte den zunächst gehaltenen Ball zum 1:2 ab.
Die verbleibende Zeit reichte jedoch leider nicht mehr aus, um noch einmal gefährlich vor dem Chemnitzer Kasten aufzutauchen.
Die trotz des widrigen Wetters erschienen Zuschauer (vielen Dank für euer Kommen) konnten sich trotz der Niederlage am engagierten und disziplinierten Spiel der HCLG-Damen erfreuen.
Für die Mission Klassenerhalt muss das Team jedoch noch viel torgefährlicher werden und sich deutlich mehr Chancen erarbeiten. Mit einer oberligareifen Trainingsbeteiligung sollte das aber durchaus möglich sein …
Nicoli & Frau Tröllsch
