Viele Chancen, starke Gegenwehr und Spannung bis zum Schluss 🏑

Hoher Besuch aus dem Norden, zahlreiche Torchancen und Fans, die zwischenzeitlich ordentlich mitfieberten – unser Spiel gegen Niesky hatte einiges zu bieten!

Von Beginn an übernahmen wir die Initiative und setzten uns über weite Strecken in der gegnerischen Hälfte fest. Nieskymusste die gesamte Partie in Unterzahl bestreiten, machte es uns aber alles andere als leicht. Trotz unserer spielerischen Überlegenheit hielten die Gäste stark dagegen und ließen uns nur selten ungestört zum Abschluss kommen. Mit schönen Passkombinationen erspielten wir uns dennoch die ersten Torchancen, konnten diese aber zunächst nicht nutzen. Dass Niesky auch offensiv gefährlich werden konnte, zeigte sich nach einem langen Ball, der eine Gegenspielerin plötzlich frei vor unser Tor brachte. Fine behielt jedoch die Ruhe und klärte souverän.

Auch im zweiten Viertel bestimmten wir größtenteils das Spielgeschehen. Immer wieder kombinierten wir uns nach vorne, doch spätestens im gegnerischen Schusskreis wurde es schwierig. Niesky verteidigte geschlossen und machte die Räume trotz der personellen Unterlegenheit geschickt eng. Gleichzeitig versuchten die Gäste, selbst Akzente nach vorne zu setzen. Als sie sich bis in unser Viertel vorarbeiteten, war allerdings bei Anna Schluss, die mit einem starken Brett den Angriff unterband. Unsere Defensive ließ insgesamt wenig zu, doch auch uns fehlte weiterhin die letzte Konsequenz vor dem Tor.

Nach der Halbzeit nahm die Partie dann noch einmal richtig Fahrt auf.

Jule holte unsere erste Strafecke heraus und sorgte damit für die nächste große Chance. Zwar funktionierte das Stoppen nicht ganz wie geplant, Cindy konnte den Ball aber trotzdem aufs Tor bringen, scheiterte jedoch an der Nieskyer Torhüterin. Wenig später landete der Ball nach einem hohen Schlag sogar im gegnerischen Kasten, doch der Treffer wurde abgepfiffen. Statt Jubel gab es die nächste Strafecke. Mit einer clever ausgespielten Variante fand der Ball über Frau Tröllsch seinen Weg ins Tor. Endlich das langersehnte 1:0!

Doch wer dachte, dass wir uns mit dieser Führung zufriedengeben würden, lag flasch. Der Druck auf das Nieskyer Tor blieb hoch. Besonders Lena sorgte mit einer starken Einzelaktion für Gefahr, als sie sich bis vors Tor durcharbeitete und den Ball anschließend clever in den Rückraum zu Jule spielte. Doch auch diesmal war die Torhüterin zur Stelle und verhinderte die Führung. Selbst unsere dritte Strafecke brachte nicht den erhofften Erfolg.

Dass Niesky trotz Unterzahl keineswegs nur mit Verteidigen beschäftigt war, zeigte sich kurz darauf. Die Gäste erarbeiteten sich ihre erste eigene Strafecke, die Janice zunächst abwehren konnte. Nach einem erneuten Pfiff musste unsere Eckenabwehr allerdings noch einmal ran. Zum Glück stand dort Frau Tröllsch, die sich, wie Daniel treffend feststellte, als echter „Fels in der Brandung“ erwies und die Gefahr entschärfte.

Im letzten Viertel wurde es dann noch einmal richtig spannend.

Niesky rückte nun deutlich weiter auf und zeigte, dass die Gäste sich keinesfalls mit der bisherigen Spielentwicklung zufriedengeben wollten. Trotz der kräftezehrenden Unterzahl gelang es ihnen, uns zunehmend unter Druck zu setzen und selbst gefährliche Situationen herauszuspielen. Als eine Gegenspielerin vor unserem Tor auftauchte, war Fine jedoch zur Stelle und räumte die Situation kurzerhand ab.

Auf der anderen Seite wollten wir uns für unsere zahlreichen Chancen endlich belohnen. Jule eroberte stark den Ball in der gegnerischen Hälfte und bediente Johanna mit einem perfekten Pass, doch erneut machte uns die NieskyerTorhüterin einen Strich durch die Rechnung. Immerhin sprang dabei die nächste Strafecke heraus, die den Auftakt zu einem regelrechten Eckenfestival bildete. Verschiedene Varianten, Wiederholungsecken und immer wieder neue Anläufe – wir ließen wirklich nichts unversucht. Besonders knapp wurde es bei einer starken Variante über Jule, bei der der Ball nur am Außenpfosten landete.

Auch ein schneller Konter über Theri und Jule sorgte noch einmal für Hoffnung, doch der Abschluss geriet zu zentral. So blieb die Partie bis zum Ende umkämpft, denn Nieskyverteidigte weiterhin mit großem Einsatz und machte es uns trotz der dauerhaften Unterzahl unglaublich schwer.

Am Ende bleibt ein Spiel, in dem wir uns viele gute Chancen erarbeiten konnten, uns dafür aber nicht ausreichend belohnten. Insgesamt also ein guter, wenn auch nicht schöner Start in die Rückrunde. Gleichzeitig muss man Niesky großen Respekt zollen, über die gesamte Spielzeit mit einer Spielerin weniger auf dem Platz zu stehen und trotzdem so konsequent dagegenzuhalten, ist alles andere als selbstverständlich.

Und wie sah das Ganze eigentlich von der Tribüne aus? Während Jelle offenbar einen ziemlich unterhaltsamen Vormittag hatte, kam Katha ordentlich ins Zittern. Allerdings nicht wegen der Kälte, sondern weil es auf dem Platz einfach viel zu spannend war!

Unsere Woman of the Match war am Ende Frau Tröllsch!Ob als Herausgeberin bei der Strafecke oder als Fels in der Brandung in der Defensive – sie hatte sich die Auszeichnung mehr als verdient.

Ein letztes Mal Feldluft schnuppern wir diesen Samstag im Derby bei den Damen vom ATV. Kommt also auch hier gerne vorbei und unterstützt uns tatkräftig.