Samstag, viele bekannte Gesichter auf den Rängen und auch ordentlich viele Fans aus Chemnitz. Wir wussten, dass es kein einfaches Spiel werden würde – und genauso kam es auch. Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle standen wir von Anfang an als geschlossenes Team auf der Platte.
Die erste Halbzeit fühlt sich auch richtig gut an. Wir waren von Beginn an wach, haben füreinander gearbeitet und defensiv kaum etwas zugelassen. Drei kurze Ecken für Chemnitz im ersten Viertel konnten wir gemeinsam verteidigen. Gleichzeitig erspielten wir uns selbst gute Chancen, auch wenn wir uns dafür noch nicht belohnen konnten. Mit dem 0:0 zur Pause war alles offen.
Nach dem Seitenwechsel waren wir direkt wieder drin. Umso ärgerlicher war das 0:1 nach einem kurzen Moment der Unordnung. Kurz darauf dann auch noch ein Siebenmeter für Chemnitz – souverän gehalten. Ein wichtiger Moment, der uns im Spiel hielt. Doch leider folgte wenig später das 0:2 nach einer kurzen Ecke.
Aber wir haben uns nicht hängen lassen. Kurz vor Ende des dritten Viertels traf Cindy per Ecke und brachte uns zurück. Man hat gemerkt, dass wieder etwas ging. Wir machten Druck, holten uns Ecke um Ecke. Vier davon blieben ungenutzt, doch bei der fünften zog Katha ab und setzte den Ball sauber in den Winkel. 2:2 und plötzlich war alles wieder möglich.
Die letzten 10 Minuten war noch einmal intensiv. Chemnitz bekam noch zwei kurze Ecken und nutzte beide. Wir haben weitergekämpft, alles reingeworfen, aber es hat nicht mehr gereicht, um das Spiel zu drehen. 2:4 am Ende – enttäuschend, aber kein Spiel, für das wir uns verstecken müssten. Auch wenn wir ohne Punkte aus der Halle gehen mussten, nehmen wir viel mit. Das, was wir als Team gezeigt haben, macht Lust auf mehr und genau da wollen wir weiter machen, schließlich liegt noch 4 Spiele vor uns.
Eine Szene sorgte zwischendurch für Kopfschütteln: Bei einer Ecke konnte Lena den Ball mit dem Knie ablaufen, was als Fuß gewertet wurde, und zu einer Wiederholungsecke führte (bei einem Treffer aus der Entfernung eigentlich ein klarer Pfiff für sie). Unser Fazit dazu: Lena hat einfach außergewöhnlich lange Beine – zumindest laut Schiedsrichterentscheidung 😉
Bei der Wahl zu Women of the Match durfte sich diesmal Fine freuen, die für ihre Leistung zwischen den Pfosten von der Mannschaft gewählt wurde.


